Happy Halloween

Schlaf gut!

Schlaf gut!

Zwischen Tür und Angel noch schnell ein Gute Nacht Bild für Rabeneltern.

Auf das die lieben Kleinen heute Nacht gut schlafen…muhaha!

Eure Katja von KalloKAii

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Gruseliges auf die Schnelle?

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Wir haben in unserem Haus einen langen, dunklen Flur den wir zur Halloween-Party zur Geisterbahn umdekorieren. Um etwas Stimmung aufkommen zu lassen, möchte ich gern viel gruselige Deko.

Man nehme: 

  • Zeitungspapier (als Unterlage)
  • ev. Einweghandschuhe (empfehlenswert bei empfindlicher Haut – Gips trocknet die Haut aus)
  • Klebeband
  • Schere
  • Mullbinden (ca. 2 Päckchen)
  • Luftballon, rund und Luftballon lang (oder ein hohes, schmales Gefäß)
  • Ein hohes Gefäß , z.b. ein Einmachglas
  • Schüssel
  • Gips (Im Verhältnis 2 (Gips) zu 1 (Wasser) mixen
  • Mundspatel (aus Holz, im Versandhandel erhältlich)
  • Heißklebepistole

Vorbereitungen:

Zeitungspapier großzügig auslegen  (ich lege mir auch welches auf den Schoß). Sollte doch was daneben gehen, lassen sich Gipsflecken in der Regel gut aus der Kleidung wieder entfernen.

Mit der Schere schneidet ihr die Mullbinden in kleine Stücke – etwa zwischen 10 und 20Materialcm – sie können ruhig unterschiedlich groß sein, das hilft ganz gut, wenn man Details ausarbeiten will.

Luftballon zur gewünschten Größe aufpusten – ich bin bei „Kindergröße“ geblieben, reicht völlig aus.

Den Ballon schließen und mit Hilfe des Klebebandes oben auf der Öffnung des  Glases befestigen.DSC_0302

In einer Schüssel den Gips anrühren. Eine Tasse Wasser und zwei Tassen Gips reichen für einen Kopf. Damit keine Klümpchen entstehen missbrauche ich einen Schneebesen zum rühren.

Los geht´s: 

kopf 1

Ein Stück von der Mullbinde nehmen und im Gips kurz einweichen, ausdrücken und den Luftballon nach Lust und Laune und Phantasie inKopfherstellung seite einen Totenkopf verwandeln. Ich habe meist mit den Augen angefangen, wobei ich die Binden gefaltet habe, damit die Höhlen hervorstehen. Danach habe ich Stück für Stück um den Ballon gelegt, hier und da etwas verschoben um einen Effekt zu erzielen.

Kiefer

Kiefer

Kopf frontal

Hinweis: zügig arbeiten, denn der Gips trocknet schnell und das Gemisch wird in der Schüssel fest und lässt sich nicht mehr gut verarbeiten.

Den Ober- und Hinterkopf empfehle ich auf jeden Fall mit einer zweiten Schicht Mullbinden zu belegen um Stabilität zu geben.

Das Gleiche gilt für den Kiefer. Dafür braucht ihr das zweite längliche Gefäß oder einen langen Luftballon (die, die sich so herrlich schwer aufpusten lassen). Hierbei legt ihr einfach mehrere Schichten Mullbinden übereinander, sodass sie später in etwa gut unter den Schädel als Kiefer passen.: die Enden rechts und links etwas dünner lassen, damit man ziehen und formen kann, wenn man den Kiefer in den Schädel klebt.

Während ihr noch am Kiefer arbeitet, ist der Schädel wahrscheinlich schon fest, aber noch nicht trocken. Lasst ihn etwas stehen, bis er hart ist und ihr ihn vom Luftballon lösen könnt (oder ihr müsst den Ballon zerstechen).

Fertig zum Dekorieren: 

Ist alles gut getrocknet, könnt ihr euch daran machen, die Heißklebepistole auf Temperatur zu bringen. Die Mundspatel könnt ihr zerbrechen oder zerschneiden, längs, quer, je nachdem, wie sie am Besten als Zähne zu eurem Schädel passen.

KlebtSpuckemumie die Enden des ein. Bevor ihr klebt, überzeugt euch, wie es am besten aussieht. Ist alles gut verklebt, könnt ihr die Zähne oben und unten einkleben. Fertig!

Jetzt ist alles nur noch Geschmacksache. Ich habe bei einigen Schädeln schwarzes Tonpapier hinter die Augen geklebt, bei andern wieder habe ich von Innen schwarze Sprühfarbe verwendet. Der eine Schädel ist dreckig eingefärbt, der andere hat blutige Zähne. Ein weitere hat gar keine Zähne und ich habe aus dem Kleber der Heißklebepistole kurzerhand Spuckefäden werden lassen (auf die Finger aufpassen, heiße Angelegenheit!). Durch Anpusten des Klebers ist es mir hier und da gelungen, einen Tropfen in der Luft trocknen zu lassen. Sieht schön ekelig aus…

Kopf zahnlos angrymummyZahnmonster

Meine ersten Versuche waren aus Pappmaché – schönes Arbeitsmaterial, dauerte mir allerdings zu lange für die Menge, die ich geplant habe. Mit Gips geht es super schnell.  Alles in Allem brauche ich inzwischen inkl. Vorbereitungen knapp eine halbe Stunde pro Kopf (abzüglich Trockenzeit).

Pappmache Kopf1 Totenkopf pappmche

Na dann! Möge das Gruseln beginnen!

Eure Katja von KalloKAii

Das dürft ihr noch gar nicht wissen!

Sport frei, liebe Leute!

Ich habe mich in den letzten Monaten rar gemacht, weil ich an einem Projekt gearbeitet habe, dessen Bilder ich euch noch gar nicht in voller Schönheit bzw. Sinn und Zweck zeigen kann, weil der Start neuer Ideen mit mehr Aufwand betrieben wird, als man zuvor ahnen mag, aber gut Ding will eben Weile haben.

Da ich aber stolz auf die Figuren bin, die es letztlich geworden sind und für dieses Projekt geschaffen wurden, um dem Ganzen Leben einzuhauchen, möchte ich euch gern einen Blick drauf werfen lassen – ohne Verlinkung zum Hintergrund. Wer also neugierig ist, kann hier in den letzten Zügen des Frankfurt Marathon ab Stunde 3:51:30 bis ca. 3:57:00 mit voller Konzentration auf die weißen T-Shirts mit den grünen Figuren erahnen, was ich für Charaktere geschaffen habe.

Hier klicken: Frankfurt Marathon

Nach Veröffentlichung erfahrt ihr mehr!

Bleibt gesund!

Eure Katja von KalloKAii

Die dunklen Dämonen

Hallo ihr Lieben!

Heute beschäftige ich mich mit dem Thema „die dunklen Dämonen“ oder auch die dunkle Seite in dir – oder in mir…

Die meisten Kreativen waren schon an dem Punkt, an dem sie in ihr tiefstes Innerstes blickten. Das raus zu lassen, was man dann da findet, in Worte/ Bilder/ Plastiken/ Lieder oder Tanz zu packen erfordert viel Mut. Kunst ist Leidensfähigkeit und in den meisten Fällen auch sehr persönlich.

Und manchmal bleibt einem gar nichts anderes übrig, als das Monster zu entfesseln, was man da vor seinem inneren Auge hat, denn sonst würde es nie loslassen.

Um zu verstehen, was ich meine, habe ich euch hier das unfassbar Dunkle gezeichnet, was mein Inneres im Moment umtreibt.

Aquarell auf Aquarellkarton ca. DIN A3

Mieze – Aquarell auf Aquarellkarton ca. DIN A3

Entfesselt eure Monster!

Eure Katja von KalloKAii

Die Mauer muss weg!

Hallo ihr Mauerblümchen hätte ich jetzt fast gesagt, weil es so schön zum Titel passt, aber eigentlich nur ein „Hallo“ und Lebenszeichen von mir. Ich war lange weg und bin noch nicht richtig wieder hier, aber vielleicht gehöre ich zu der Sorte Blogger, die ab und an mal abtauchen müssen für ihr kreatives Schaffen, wer weiß das schon so genau.

Hier gibt es nichts zu sehen! – soll heißen: Heute gibt es keinen malerischen Beitrag von mir, dafür aber zur Feier des Tages einen impressionistischen Ausflug 25 Jahre in die Vergangenheit.

Ich kann mich noch sehr genau an den ersten Tag der deutschen Einheit erinnern, obwohl das Ganze ja ein Jahr vorher schon sowas wie Realität war. Ich bin mit meiner besten Freundin um die Häuser gezogen, wir haben gesungen und uns später feierlich in ihr Zimmer zurück gezogen, um uns von unseren Wünschen und Träumen zu erzählen. Ich erinnere mich auch an die verhaltenen Gesichtsausdrücke der polnischen Gastarbeiter, die das ganze Jahr in unserem Dorf untergebracht waren, um in der benachbarten Papierfabrik zu arbeiten, die damals rund 3000 Mitarbeiter zählte. Die Polen waren eigentlich immer gut drauf, sie haben viel gefeiert, gehörten dazu und oh man, haben wir uns immer auf die Sommerferien gefreut, wenn deren Kinder zu Besuch waren.

Irgendwie haben wir die Veränderung gespürt und ich saß in diesen Tagen manchmal auf den Heizungsrohren, die sich rund um unseren Block zogen. Die Polen würden gehen und unser Dorf würde etwas ruhiger werden. Das hat mich traurig gemacht.

Ich hatte eine schöne Kindheit im Osten. Gut, da war die Sache mit den Pioniernachmittagen, den Halstüchern und dem Fahnenappell, was immer etwas zwanghaft wirkte – aber es war normal und gehörte einfach dazu. Und irgendwann hatte einer die geniale Idee, mich als Freundschaftsratsvorsitzende vorzuschlagen – ich weiß bis heute nicht, wie das passieren konnte und was eigentlich genau mein Job war.  Wahrscheinlich war meine Klassenlehrerin der Meinung, dass meine große Klappe zu irgendwas gut sein müsse…

Ich hatte nun also drei rote Balken am Ärmel meiner Pionierbluse, trug mein rotes Halstuch und wenn ich besonders mutig war, sogar mein Käppi. So stand ich dann also  beim Fahnenappell neben der Pionierleiterin, der FDJ – Vorsitzenden, dem Direktor und den Fahnenträgern und nahm jeder einzelnen Klasse bis zur siebten den Appell ab. Die Gruppenratsvorsitzenden der einzelnen Klassen traten zu diesem Zweck nacheinander vor ihre Klassen, sagten: „Für Frieden und Sozialismus seid bereit“, die Schüler antworteten „Immer bereit!“ und der Gruppenratsvorsitzende trat vor mich und sagte: „Ich melde die Klasse….ist vollständig zum Appell angetreten“

Ich erwiderte den Pioniergruß und murmelte irgendwas in der Art wie: „Rührt euch!“ Ehrlich, ich habe bis heute keinen Schimmer, was ich eigentlich hätte sagen müssen! Stimmt das? War das richtig? Kann mir das mal jemand sagen? Ich habe mich damals nie getraut zu fragen und vor den Augen der ganzen Mitschüler hörte ich auch kaum, was die einzelnen Schüler da vorn zu mir sagten, so rauschte mir jedes Mal vor Nervosität das Blut in den Ohren. Wäre schön, wenn sich jemand daran erinnert. Denn nachdem mir erklärt wurde, dass ich jetzt Freundschaftsratsvorsitzende bin und regelmäßig beim Fahnenappell vorn stehe sowie an diversen Versammlungen teilzunehmen hatte, wußte ich nicht viel über diesen Job.

Es ist natürlich auch möglich, dass  mir jemand ein offizielles Schreiben mit wissenswerten Hinweisen in die Hand gedrückt hat, aber vergessen hat mir ans Herz zu legen, dass Papier auch zu lesen – ich habe mich früher immer schwer getan, Fachliteratur zu lesen. Das legt sich langsam.

Aber sonst ging es uns gut! Auch ohne den ganzen Konsum, den wir uns so gewünscht haben. Neulich habe ich erst gelesen, dass Konsum unglücklich macht – stimmt also alles gar nicht mit dem „glücklich kaufen“ – die Auswahl macht unglücklich, heißt es und ich ich glaube, da ist auch was dran.

Wir waren freundlicher und hilfsbereiter als heute – aber ich glaube, das hat nichts mit Ost- oder Westdeutschland zu tun, es hat sich einfach so entwickelt und ich glaube, auch in Westdeutschland war man in den 70ern und 80ern eher bereit seinem Nachbarn zu helfen, statt sich über ihn zu beschweren.

Ich wünsche mir wieder mehr Freundlichkeiten im Leben – aktuell in unserem vereinigten Deutschland. Weniger Vorurteile wären super. Mehr Miteinander und weniger Gegeneinander, mehr Toleranz und einfach ein paar Höflichkeiten. Das geht ganz einfach – sollte man meinen.

Ich habe mir zur Aufgabe gemacht, selbst fremde Menschen zu grüßen oder wenigstens anzulächeln. Das hört sich leichter an als es ist. Versuch das mal – ich wohne in Offenbach am Main! Aber ich gebe nicht auf und werde auch dem letzen Offenbacher ein Lächeln abringen und wenn ich ihn zu seinem Glück zwingen muss!

Was ist schon dabei? Seid höflich zueinander oder bricht euch etwa ein Zacken aus der Krone, wenn ihr wenigstens die müde Flosse hebt, weil euch der freundliche Autofahrer die Vorfahrt gelassen hat? Bitte, Danke, Tür aufhalten, Hände aus den Taschen, guten Tag, guten Weg – das tut doch nicht weh! Im Gegenteil, man merkt ganz schnell, wie sich die eigene Laune bessert und auf die Mitmenschen abfärbt. Ich glaube fest daran und freu mich über jeden, der es auch so sieht.

In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen wunderschönen Tag der Deutschen Einheit – auf die nächsten 25 Jahre und mein besonderer Dank richtet sich selbstverständlich an David Hasselhoff.

Seid euch einig!

Eure Katja von KalloKAii